Unternehmen wissen nicht, wie Workation geht!

Unternehmen wissen einfach nicht, wie Workation geht!

 

Oder anders gesagt: Wenn Workation mit Workshop verwechselt wird … 

Oder noch anders gesagt: Wie man 10 Mal im Jahr richtig Workation macht …

Workations werden von Unternehmen in der Regel als Workshop oder Teambuilding-Maßnahme zur Förderung von Kreativität und Innovation angeboten. Aber dabei wird mit dem Modewort einfach falsch umgegangen, denn Workation ist eben kein Teambuilding-Workshop. In der Regel wird vielmehr der Ablauf vom Arbeitgeber strukturiert vorgegeben. Und das ist dann ein Eingriff in die „Freizeit“ und damit eben keine „Vacation“, denn genau bei einer Vacation würde man doch selbstbestimmt seine Freizeit/seinen Urlaub gestalten, oder?

Eine echte Workation bedeutet also „Freiheit und Selbstbestimmung“. Dementsprechend ist Workation frei von Pflichtveranstaltungen – Austausch und Begegnung entstehen aus dem individuellen Bedürfnis heraus. Wenn aber Teambuildingmaßnahmen verpflichtend eingebaut werden, verliert das Ganze eben den entspannten, selbstgesteuerten Charakter – und ist nicht mehr als eine Workshop-Methode. Es bleibt somit eine organisierte Firmenveranstaltung mit festen Erwartungen.

Und so organisieren die Unternehmen eine tolle Location an einem tollen Ort, wo man eigentlich Urlaub machen würde, aber man macht eben keinen Urlaub an diesem Ort. Im Gegenteil, selbst der Freizeitanteil ist oft komplett durchstrukturiert, eine individuelle Erholung ist somit nicht möglich.

 

Folgende Definition verdeutlicht dies:

Workation = Empowerment + Eigenverantwortung

Workshop/Teambuilding = Struktur + Gruppenfokus

 

So sollten Unternehmen einfach mehr Zeit in freie Zeit investieren, einfach ohne Programm, jeder entdeckt für sich vor Ort den Ort – oder auch mit einigen Teammitgliedern, aber nach freier Wahl. Das wäre Workation.

Ich habe im vergangenen Jahr zehn Mal Workation gemacht. Hier ist die Sachlage für eine Workation eine andere, wenn man als Selbstständiger unterwegs ist. Dann gilt die Definition, dass Workation erst recht als Kofferwort aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) definiert wird. Es beschreibt einen Trend, bei dem Menschen ihre Arbeit mit einem Ortswechsel verbinden, typischerweise an einen Urlaubsort. Dort wird remote gearbeitet, während man gleichzeitig die Annehmlichkeiten des Reiseziels genießt.

Und so war ich zuerst fast eine Woche lang auf Baltrum, habe einige feste Videokonferenz-Termine gehabt und ansonsten war nur noch die feste Hotelfrühstückszeit vorbestimmt. Zu allen anderen Zeiten entschied ich mich, mal noch ein paar Texte und Projekte zu bearbeiten und mal einfach über die Insel zu gehen und mich irgendwo hinzusetzen – einfach Workation.

Dann verlegte ich mein Hannover-Büro über den 1. Mai nach Hamburg, direkt nach Blankenese mit Blick auf die Elbe. Eine einzige Video-Konferenz, zwei Kundentelefonate, mehrere E-Mails und ansonsten: Treppenviertel, Finkenwerder, Willkomm-Höft und der Alte Schwede – einfach Workation.

Dann ging es über Christi Himmelfahrt nach Heidelberg mit Blick auf den Neckar. Keine einzige Video-Konferenz, kein einziges Kundentelefonat, mehrere E-Mails, eine Projektarbeit und ansonsten: Neckar-Bootsfahrt, Schlossbesichtigung, Philosophenweg und Wein – einfach Workation.

Dann habe ich im Juni mein Hannover-Büro für kurze Zeit auf den Wilhelmstein mit Blick aufs Steinhuder Meer verlegt. Tolle Konferenz-Räume auf der Insel und ansonsten: Auswandererfahrt, Minigolf, Fischbrötchen, portugiesische Tapas und als Höhepunkt ein Konzert mit einem alten Essener Bekannten auf der Insel: Stoppok – einfach Workation.

Dann ging es im August nach Venedig mit Blick auf den Canale Grande. Krisenkommunikation per E-Mail, Telefonat und Videokonferenz und ansonsten: Burano, Lido, Cicchetti und Aperol – einfach Workation.

Dann ging es direkt danach nach Warnemünde mit Blick auf die Ostsee. Absolvieren des TÜV-Zertifikats zum Notfall- und Krisenmanager und ansonsten: HanseSail, Fischbrötchen, und Strandkorb – einfach Workation.

Dann ging es Ende August auf einen Campingplatz mit Blick auf den Tankumsee. Projektarbeit und Krisenmanagement und ansonsten: Altstadtfest Gifhorn, Mühlenmuseum und Sonnenuntergang am See – einfach Workation.

Dann ging es im September inne Heimat nach Werden in mein Heimatbüro mit Blick auf die Ruhr. E-Mails, Telefonate, Seminarkonzepte und Terminierungen für 2026 und ansonsten: Baldeneysee, Rü und echt Waddische Appeltate – einfach Workation.

Dann ging es im November nach Berlin in mein Hauptstadtbüro mit Blick auf die Spree. Kunden-Termine, Projektarbeit, Krisenkommunikation und ansonsten: Light-Show, Kino, Lutter & Wegner – einfach Workation.

Dann ging es im Dezember nach Helsinki mit Blick auf die Ostsee. Ein PR-Konzept, ein PA-Konzept und ansonsten: Porvoo, Santa Lucia und Glöggi – einfach Workation.

 

Ich wünsche den Entscheidern mehr Mut zu Workation als nur zu Workshops! Die Teilnehmer werden Ergebnisse liefern und Erlebnisse haben!